Pallottis Werk 2026 / 3

5 PALLOTTINER VOR ORT serburg zuzustimmen. Es fließen Gelder und den Konflikt zwischen der Wallfahrt an der nahen Gnadenkapelle und dem Neubau mit einer immer auch lauten Jugendarbeit kann er geschickt managen. So wird die neue Wasserburg am 3. Oktober 1971 vom Trierer Bischof Bernhard Stein eingeweiht. Den Festvortrag hält kein Geringerer als der damalige Sozialminister von Rheinland-Pfalz, Heiner Geißler. »Haus Wasserburg« – eine Erfolgsgeschichte »Haus Wasserburg« wird nun zu einer Erfolgsgeschichte. Bis heute. Für unzählige Jugendliche und junge Erwachsene wird es und ist es ein Ort, an dem sie sich mit ihrem Leben und Glauben auseinandersetzen, durch den verantwortliches Handeln wächst. Nicola Münz spricht von einem »Ort des Glaubens«. Sie ist seit zehn Jahren die Vorsitzende des »Vereins zur Förderung der Jugendarbeit an Haus Wasserburg«, der 1986 gegründet wurde. Sie hat damals das Amt von ihrer langjährigen Vorgängerin Inge Schneider übernommen, deren Einsatz sie bis heute bewundert. Sie selbst steht ihr in ihrem ehrenamtlichen Engagement für die »Wasserburg« nicht nach, neben ihrer »Tätigkeit« als Mutter und Oma und ihrer beruflichen Arbeit in einer Apotheke. Sie selbst hat mit ihrer Familie seit langem die Jugendarbeit und die Gottesdienste in der Pallotti-Kirche als stützend erfahren. Darum motiviert sie immer wieder gerne die 520 Mitglieder des Vereins, die pädagogische Arbeit des Wasserburg-Teams unter der Leitung von Pater Alexander Diensberg zu unterstützen. Zweimonatlich trifft sich der Vorstand des Vereins und entscheidet, wofür welche Gelder fließen. Und es gibt auch praktische Unterstützung, etwa die sogenannten RAST-Tage. Da kommen zwanzig bis dreißig Vereinsmitglieder zum Räumen, Abreißen, Streichen und Tapezieren. Regelmäßiger Dienst des Vereins ist der Kaffee nach der Halb-Zwölf-Messe am Sonntag in der immer gut besuchten Pallotti-Kirche. »Das Zusammenbleiben zum Austausch ist mir sehr wichtig«, sagt Nicola Münz. Und sie berichtet, dass nach dem Weltjugendtag 2005 aus dem Förderverein ein neuer Verein entstanden ist. Damals waren Jugendliche aus Matimba, einer Pfarrei im Nordosten Ruandas in Haus Wasserburg untergebracht. So entstanden Kontakte bis heute und der Verein »Inshuti«, was »Freunde, die für füreinander durch dick und dünn gehen« bedeutet. So pflegt man Austausch, Besuche und vor allem Hilfe für die Entwicklung der jungen Menschen in Matimba. 2026 ist also für das pallottinsche Schönstatttal ein besonders Jahr. 125 Jahre ist die Gemeinschaft vor Ort. Seit 55 Jahren steht und lebt das neue »Haus Wasserburg«. 40 Jahre schon wird es vom Förderverein unterstützt. Und vor 15 Jahren entstand »Inshuti«. Das alles war Grund für ein großes Fest am »Jubiläumswochenende« im Mai. Menschen unterschiedlicher Herkunft und jeden Alters – ganz im Sinne von Haus Wasserburg – feierten in der Aula mit Rückblicken und Ausblicken, mit Gesang und Tanz. Nicola Münz und Martina Abts, die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Matimba, resümieren: »Das schöne und harmonische Miteinander über Generationen und Ländergrenzen hinweg sowie die große Kreativität haben das Jubiläum zu einem besonderen und nachhaltigen Erlebnis gemacht.« hz Sie tragen Verantwortung für das Ganze. Sie führten durch das bunte Programm: Martina Abts (vorne), Nicola Münz und Pater Alexander Diensberg.

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